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Nackte Hände sind hygienischer als Einmalhandschuhe

Mit der provokanten Überschrift „Keimschleuder Einmalhandschuhe“ wird im Portal „www.pflegen-online.de“ im November 2017 auf die Arbeit des der international bekannten Hygieniker und Infektiologen ao. Univ.-Prof. Dr. Ojan Assadian hingewiesen.

Prof. Dr. Asssadian greift ein „Tabu-Thema“ auf und lässt damit alle aufhorchen. Seine Auffassung ist, dass Einmalhandschuhe eher ein trügerisches Sicherheitsgefühl vermittelten und nackte Hände hygienischer als Einmalhandschuhe sind.

 

hygiene hände arzt

 

Einmalhandschuhe schützen den, der sie trägt, halten Schmutz fern, Bakterien, schirmen die Haut ab vor ungewolltem Kontakt mit Körperflüssigkeiten.

Doch schützen Sie auch die Person, die berührt wird? Nein! Den Anspruch, auch den Patienten zu schützen, hatten sie nie!

 

Nackte Hände sind hygienischer als Einmalhandschuhe

Die Auffassung von Prof. Dr. Asssadian ist, dass Einmalhandschuhe eher ein trügerisches Sicherheitsgefühl vermittelten und nackte Hände hygienischer als Einmalhandschuhe sind.

 

Natürlich tummeln sich an Händen, etwa an den Innenflächen und den Fingern, Tausende von Bakterien. „Doch die menschliche Haut gibt davon – wenn die Hände etwa eine Tischplatte oder die Haut eines anderen Menschen berühren –, nicht mehr als etwa 100 Bakterien ab.“ Anders dagegen die Kunststoffe, aus denen die handelsüblichen Einmalhandschuhe bestehen. „Diese Handschuhe geben, wenn sie kontaminiert sind, rund 100.000 Bakterien ab, also das Tausendfache.“ An menschlicher Haut haften Bakterien einfach besser als an Latex oder Vinyl.

 

Einmalhandschuhe sind reiner Selbstschutz

Die einfachen Handschuhe, Assadian spricht von „Untersuchungshandschuhen“, um sie von jenen sterilen Handschuhen abzugrenzen, die bei Operationen verwendet werden, seien von vornherein dafür konzipiert, den Träger zu schützen, nicht den Behandelten. „Sie gehörten seit jeher zur persönlichen Schutzausrüstung des medizinischen oder pflegerischen Personals – den Anspruch, zur gleichen Zeit auch den Patienten zu schützen, hatten sie nie.“

 

Vergesst den sozialen Druck!

Viele Pflegekräfte ziehen die Handschuhe im Umgang mit Patienten oder Heimbewohnern an, weil sie glauben, dass andere es von ihnen erwarten: die Kollegen, aber allen voran die Patienten. Es herrsche ein gewisser sozialer Druck, bei der Arbeit an anderen Menschen Handschuhe zu tragen, um damit den Anschein von Sterilität zu wecken, so Assadian.

 

Tipps für den Gebrauch von Einmalhandschuhen

An Pflegekräfte wie an Ärzte appelliert Assadian, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wann und warum sie sich Handschuhe anziehen. „Fragen Sie sich zwei Dinge: Ist bei meiner nächsten Tätigkeit wirklich eine Kontamination meiner Haut mit Körpersekreten vorhersehbar? Und: Wäre diese relevant?“

 

Spendebox für Einmalhandschuhe oft kontaminiert

Problematisch sind oft auch die Spendeboxen: „Wer glaubt, diese Boxen und ihr Inhalt sind nach Anbruch noch lange steril, irrt“, sagt Assadian. Da falle zum Beispiel bei Entnahme eines Paares ein weiteres heraus, das werde wieder hineingestopft. Und selbst wenn das nicht geschehe, sammelten sich doch über die Zeit in der kleinen Kiste die Bakterien. „Es gibt Untersuchungen, wonach mehr Keime gefunden werden, je weiter man in die Tiefen der Box gelangt.“

 

Diese Sichtweise von Prof. Dr. Assadian vertritt Dr. Walter Engeln schon seit Jahren.

Hier seine ergänzenden Hinweise für Arbeiten in Kieferorthopädischen Praxen:

 

Bei kieferorthopädischen Tätigkeiten am Patienten sind Handschuhe oft überflüssig.

In der Kieferorthopädie ist in der Regel keinerlei Kontamination zu erwarten. Wenn kein Blut fließt, die Haut des Behandlers / der Behandlerin nicht mit Harn oder Auswurf in Kontakt kommt sind keine Handschuhe zu tragen.

Die Hände vor und nach einer Behandlung zu desinfizieren, ist hier die sicherste Variante – für den Behandler und für den Patienten.

 

Die bessere Alternative zu Einmalhandschuhen ist die hygienische Händedesinfektion!

Nach vorangegangenem Waschen der Hände folgt die hygienische Händedesinfektion. Hier trägt man nach dem Händewaschen 3-5 ml eines geeigneten alkoholischen Desinfektionsmittels auf und verreibt es mindestens 30 Sekunden auf der Haut.

 

Die hygienische Händedesinfektion hat das Ziel, die transiente (zeitweilige und nicht krankheitserregende) Hautflora maßgeblich zu eliminieren und somit die Anzahl von Mikroorganismen auf den Händen zu vermindern. 

 

Quellen:

https://hygienewaschen.com/nackte-haende-oftmals-hygienischer-als-einmalhandschuhe/

https://www.pflegen-online.de/keimschleuder-einmalhandschuhe

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